[Webdesignfehler verhindern]

Eine Webseite ist heutzutage ohne jegliche Kenntnisse von HTML schnell erstellt, dafür sorgen HTML- Editoren und webbasierende Tools. Trotzdem sollten Sie sich einige Gedanken darüber machen, wie Sie Ihre Webseite erstellen, ansonsten bleiben unter Umständen trotz toller Inhalte die Besucher aus.

Häufige Fehler

Überladene Startseiten.
Viele Webmaster pappen alle Informationen zu ihrem Angebot in die Homepage, die Indexseite, die als erstes geladen wird. Prima, wenn Sie viel mitzuteilen haben, aber verweisen Sie besser auf Unterseiten Ihres Angebots.
Vermitteln Sie auf der Startseite kurz und präzise, was den Besucher auf Ihren Seiten erwartet.

Grafiken
Ein sicheres Rezept, seine Besucher zu vergraulen, ist der Einsatz von vielen, überdimensionierten, möglichst animierten und fröhlich vor sich hinblinkenden Grafiken.
Gehen Sie sparsam mit dem Einsatz von Grafiken um, optimieren Sie die Dateigrössen, damit die Bilder schneller geladen werden. Dies gilt vor allem auch für Hintergrundbilder, hier reicht eine Auflösung von 256 Bildpunkten aus.

Werbewüsten
Pflastern Sie Ihre Webseite nicht mit Werbebannern zu. Auch wenn Sie Mitglied in vielen Bannerexchanges sind, wird Ihnen dies bei exzessivem Einsatz von Bannern keine zusätzlichen Besucher bringen, sondern diese in die Flucht schlagen. Und... wenn Sie Pech haben, ist eines dieser Banner so interessant, dass der Besucher gar nicht bis zu Ihrem Angebot vordringt, sondern gleich wieder abwandert.
Verteilen Sie Werbebanner über Ihr komplettes Angebot, ein Banner pro Seite reicht vollkommen aus.

Wo geht's lang?
Es ist erstaunlich wie Autoren den Zugang zwischen unzähligen Buttons und Grafiken oder in komplizieren Imagemaps verstecken, wirre Navigationen tun ihr übriges dazu.
Gestalten Sie den Zugang zu Ihrem Angebot und die Navigation darin übersichtlich und logisch, lassen Sie einen "roten Faden" erkennen.

HiTech um jeden Preis
Man mag sie, diese Flash- Animationen oder man mag sie nicht. Denjenigen, die sie nicht mögen, sollte man zumindest eine Möglichkeit geben, daran vorbei zu navigieren. Auch ein Surfer, der Ihre Webseite zum wiederholten Male besucht, mag nicht unbedingt jedesmal zwangsanimiert werden. Der tollste Effekt wirkt nach dem x-ten Besuch langweilig.
Auch in Zeiten von DSL dürfen Sie die zum Teil recht langen Ladezeiten von Flashanimationen nicht unterschätzen, gehen Sie daher massvoll damit um.

Das Gleiche gilt für Java Applets, JavaScript und DHTML. Pflastern Sie Ihre Seite nicht mit unendlich vielen tollen Effekten zu.

Testen Sie Ihre Seite ausgiebig mit mehreren Browsern. Vor allem JavaScript und CSS wird von Browsern unterschiedlich oder gar nicht ausgeführt, es wäre schade, wenn Besucher Ihre Seite fluchtartig verlassen, weil sie von JavaScript- Fehlern bombadiert werden.

Weitere Designsünden

Die Syntax
Sicher, vor dem Druckfehlerteufel ist niemand gefeit, wahrscheinlich werden Sie auch in diesem Text Schreibfehler finden, aber eine grosse Anzahl Schreibfehler, möglicherweise bereits im Titel, zeugen nicht von der notwendigen Sorgfalt.

Seitentitel
Sind sie auch schon bei einer Suchmaschinenabfrage auf Seitentitel wie "Neue Seite 1" oder "Ohne Titel" gestossen? Haben Sie die Seite daraufhin besucht? Wohl kaum...
Achten Sie unbedingt darauf, Ihren Webseiten aussagkräftige Seitentitel zu vergeben...

Ewige Baustellen
Nichts nervt wohl mehr, als wenn man interessiert einen Link anklickt und daraufhin eine "Under Construction"- oder "in Arbeit"- Seite vorgesetzt bekommt.
Es gibt elegantere Wege, seinen Besucher auf bevorstehende Neuheiten hinzuweisen, Seiten ohne Inhalt haben im Online- Angebot absolut nichts verloren.

Aktualität
Eine Webseite lebt von der Aktualität ihrer Inhalte. Oft trifft man auf Webseiten, deren letzte Aktualisierung ein halbes Jahr zurückliegt. Gut, einen Erstbesucher mag das nicht weiter stören aber eine Stammkundschaft bauen Sie sich damit nicht auf. Sorgen Sie deshalb für "Leben" auf Ihren Seiten.

Schriftarten
Ein Fehler, der beim Entwickeln von Webseiten immer wieder gemacht wird, ist die Verwendung exotischer Schriftarten. Da ein Browser nur die Schriftarten anzeigen kann, die auf dem jeweiligen PC installiert sind, ist die Überraschung mitunter gross, wenn auf einem anderen PC die Webseite plötzlich ganz anders aussieht, als erwartet.
Beschränken Sie sich nach Möglichkeit immer auf die Standardschriftarten wie Arial, Helvetica, Verdana oder Courier oder bieten Sie die verwendete Schriftart gut sichtbar zum Download an.

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